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Zur Behandlung von Nieren- und Blasensteine in der Urologie
hat sich die Stoßwellenbehandlung als Standardverfahren etabliert. In den letzten Jahren wird die ESWT in der Orthopädie zur ambulanten
Behandlung von chronischen Reizzuständen von knochennahen Band- und Sehnenansätzen
angewendet. Nach Versagen der üblichen konservativen Therapie bietet die ESWT vor
einem operativen Eingriff die optimale Alternative.
Anwendungsbereiche:
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Sehnenverkalkungen (z. B. Schulter, Achillessehne, Kniescheibensehne) |
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Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) |
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Golferellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris)
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Impingementsyndrom der Schulter
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Fersensporn
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Pseudarthrosenbildung |
Wirkprinzip:
Das genaue Wirkungsprinzip der Stoßwellen im menschlichen Gewebe ist
wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Die in dem Generator erzeugten
Schallwellen (Stoßwellen) werden unter Ultraschall- oder nach Röntgenkontrolle auf ein
Gebiet von ca. 5x5 mm2 im entsprechenden Sehnengebiet des
Patienten verabreicht. Es sind verschiedene, sog. Niedrig- bis Mittelenergie- sowie
Hochenergiegeräte im Einsatz.
Durch die Stoßwellen werden 2 Effekte im Gewebe ausgelöst:
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Die
häufig schnelle Schmerzfreiheit wird durch den starken mechanischen Reiz erzielt, der nach einer neurophysiologischen
Reaktion zu einer kurzfristigen Schmerzfreiheit führt. |
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Der eigentliche Effekt beruht jedoch auf einer Regeneration des
Gewebes, die nach der kontrollierten Verletzung desselben durch
die ESWT folgt. Dieser Prozess benötigt z. T. mehrere Monate bis zur
Beschwerdefreiheit. Häufig werden durch die Stoffwechselsteigerung zunächst
mehr Schmerzen verspürt. |
Behandlungsdauer:
In der Regel sind 3 Behandlungen erforderlich. Die Dauer der einzelnen
Behandlung liegt zwischen 15 und 30 min. Die hochenergetische Behandlung ist in der Regel
nicht ohne vorherige Betäubung zu ertragen. In meiner Praxis kommt nur der nieder- bis
mittelenergetische Bereich zur Anwendung. Eine Betäubung ist hier nicht erforderlich.
Nebenwirkungen:
Ernste
Nebenwirkungen sind bei sachgerechter Anwendung nicht beobachtet worden.
Die
ESWT stellt die
optimale konservative Behandlungsform nach Versagen der üblichen Verfahren und
vor einer drohenden Operation dar.
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